Spitzentechnologie

Innovation von ContiTech spielt in Top-Liga der weltweit stärksten Zahnriemen

Mai 2014Mit seiner Leistungsstärke und beeindruckenden Dimensionen spielt der CONTI® SYNCHROCHAIN CARBON der ContiTech Power Transmission Group in der Top-Liga der Zahnriemen: Fast fünf Meter lang und 22 Zentimeter breit, bringt er eine Leistung von 315 Kilowatt auf die Antriebswelle des Hochleistungsshredders der Firma UNTHA.

Der CONTI® SYNCHROCHAIN CARBON spielt in der Top-Liga der Hochleistungszahnriemen aus Polyurethan. Zugstränge aus Kohlefasern ermöglichen die Übertragung extremer Zugkräfte und garantieren eine lange Haltbarkeit bei maximaler Leistung. Doch dann stellte eine Anfrage aus Kuchl im Salzburger Land die Spezialisten der ContiTech Power Transmission Group vor eine Herausforderung: Die Firma UNTHA, ein Hersteller von industriellen Zerkleinerungsmaschinen, suchte einen geeigneten Antriebsriemen für ihr Flaggschiff, den Hochleistungsshredder TR3200. Es galt, eine Leistung von 315 Kilowatt auf die Antriebswelle der gewaltigen Zerkleinerungsmaschine zu bringen. Durchsatz: bis zu 15 Tonnen Hausmüll pro Stunde.

Gemeinsame Entwicklungsarbeit

Fast fünf Meter lang und 22 Zentimeter breit musste der neue Zahnriemen sein, „das überstieg alles, was wir bis dahin im Portfolio hatten“, erinnert sich Axel Thor, Sales Manager bei ContiTech Österreich im Wiener Neudorf. Gemeinsam mit dem Handelspartner Synchrotech betreut er die Kunden in Österreich und gab die Aufgabe an die Kollegen in der Power Transmission Group in Dannenberg weiter.

Höchste Anforderungen

Weshalb man bei UNTHA auf die Hochleistungsriemen von ContiTech setzte, wird im Gespräch mit Christian Lanner klar. Der Leiter des Produktmanagements erzählt von den enormen Anforderungen, die an industriell eingesetzte Shredder wie den TR3200 gestellt werden. „Die meisten unserer Geräte arbeiten im Freien oder in unbeheizten Hallen, und das auf verschiedenen Kontinenten“, sagt er. „In Guatemala sind es manchmal 45 °C oder mehr und in Skandinavien arbeiten die Maschinen auch bei 20 °C unter null.“ Trotz dieser klimatischen Unterschiede müsse aber die Übertragung enormer Kräfte sichergestellt sein, damit am Ende maximal 30 Millimeter große Stücke aus dem Lochsieb fallen – ganz gleich, welchen Materials. Nachzerkleinerer wie der TR3200 bilden nach Vorzerkleinerung und Sortierung des Mülls die letzte Stufe vor der thermischen Verwertung. „Danach kann das Granulat als Brennstoff verwendet werden“, erklärt Lanner. Besonders energieintensive Prozesse wie die Zementherstellung profitierten von dem Material, denn die Ressourcen fossiler Energieträger wie Öl, Gas oder Kohle werden geschont – und damit die Umwelt. Daneben profitieren die Entsorgungsunternehmen von dieser Möglichkeit: In vielen Ländern Europas darf Hausmüll nach Umsetzung der EU-Deponierichtlinie nur noch im Ausnahmefall oder gar nicht mehr deponiert werden. Bis der neue Hochleistungsriemen jedoch zum Einsatz kommen konnte, hatte er eine anspruchsvolle Testphase zu überstehen.

Finetuning für beste Ergebnisse

Damit der Zahnriemen auch unter Dauerbelastung geschont wird, gingen die Ingenieure bei UNTHA nochmals an den Antriebsstrang der Maschine. „Wir haben uns in der Testphase entschieden, eine Schaltsegmentkupplung statt der bisherigen Brechbolzenkupplung einzubauen“, erläutert Christian Lanner. Der Vorteil: „Bei einer Fehlbedienung oder Überlastung der Maschine löst die neue Kupplung viel präziser aus und der Riemen nimmt keinen Schaden.“

Auch in Dannenberg arbeiteten die Spezialisten ehrgeizig daran, dem Produkt den „letzten Schliff“ zu verpassen. „Unsere Leute haben in dieser Phase die Zugstränge noch weiter verstärkt und zusätzliche Karbonfasern integriert“, sagt Vertriebsfachmann Axel Thor, der zusammen mit Manuel Spanner von SynchroTech ständig in Kontakt mit dem Kunden und der Fertigung bei ContiTech stand. Nach den Monaten der Test- und Abstimmungsphase war es dann so weit: Der stärkste PU-Zahnriemen der Welt war serienreif.

Gute Aussichten

Die gemeinsame Entwicklungsarbeit hat sich für alle Seiten gelohnt. Weltweit sind inzwischen 35 Maschinen mit dem ContiTech Riemen im Einsatz, Tendenz steigend. „Unsere wichtigsten Märkte sind momentan England und Polen“, freut sich der Leiter des UNTHA-Produktmanagements Lanner. Zukünftige Märkte sieht er in all jenen Ländern Ost- und Südeuropas, wo die nationale Umsetzung der EU-Deponierichtlinie auf der Agenda steht.

Auch Axel Thor ist zufrieden mit der länderübergreifenden Zusammenarbeit und lobt die Kooperation mit dem Kunden. „Für ContiTech ist das sicherlich eine Erfolgsgeschichte“, meint er. Nicht zuletzt, weil „UNTHA bereits signalisiert hat, auch weitere Maschinen wie Holzzerkleinerer mit unseren Riemen auszustatten.“

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Eingespieltes Team: Manuel Spanner, Sales Engineer bei Synchrotech Antriebstechnik, mit Paul Gschaider, Head of Purchasing & Quality Management bei UNTHA, und Christian Lanner, Head of Product Management bei UNTHA, sowie Axel Thor, Sales Manager bei ContiTech Österreich (v. l. n. r.).